Die 4 Säulen der Gesundheit – wie du sie mit Lachyoga einfach stärkst

Mann kann es nicht oft genug wiederholen: Lachen ist gesund und die beste Medizin. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Doch in diesem Beitrag erfährst du mehr: Was sind die 4 Säulen der Gesundheit? Wie bedingen sie sich gegenseitig? Und warum kannst du mit einer einfachen Praxis wie Lachyoga jede dieser Säulen stärken und damit effektiv deine Gesundheit fördern?

1. Säule: Entspannung

Entspannung ist das Gegenteil von Anspannung. Kennen wir alle. Wenn wir zum Beispiel rennen mussten, um den Bus noch zu erwischen, lassen wir uns außer Atmen und mit klopfendem Herzen auf den Sitz fallen. Nach einer Weile beruhigt sich unser System wieder, wir atmen aus und der Körper entspannt.

Genauso auf mentaler und emotionaler Ebene: Innerer oder äußerer Stress lässt uns auf Dauer verspannen, wir ziehen uns zusammen, verlieren Überblick und Wirkmacht. Erst wenn der Druck nachlässt, ist Entspannung – die erste der 4 Säulen der Gesundheit – möglich.

Solange das Verhältnis von Anspannung und Entspannung in unserem beruflichen, sozialen und emotionalen Alltag ausgewogen ist, fühlen wir uns lebendig und handlungsfähig.

Was ist Entspannung?

„Psychophysischer Zustand, der subjektiv durch das Fehlen von Aufregung, Verspannung und Nervösität bzw. das Vorhandensein von Gelöstheit, Gelassenheit und innerer Ruhe gekennzeichnet ist.“
(Definition nach Dieter Vaitl und Franz Petermann)

Atem als Druck-Ausgleich

Unser Atem ist ein wunderbares Werkzeug, um von der Anspannung in die Entspannung zu kommen. Der Körper nutzt Atem-Varianten, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Gleichzeitig können wir unser Atem-Werkzeug aber auch gezielt einsetzen, um zur Ruhe zu kommen.

Automatisch: physiologischer Seufzer mit Stimme

Ausatmen ist Entspannung. Das bemerken wir besonders deutlich, wenn plötzlich wie von selbst ein tiefes Seufzen – also intensives Einatmen gefolgt von langem Ausatmen, das oft von einem Entlastungs-Geräusch begleitet ist – aus uns herauskommt.

Dieser sogenannte physiologische Seufzer ist ein kluger Druck-Ausgleichs-Mechanismus des Körpers. Er wird uns meist gar nicht oder nur unterschwellig bewusst. Wenn wir ihn aber kennen, können wir ihn gezielt wahrnehmen und damit die Entlastung deutlicher spüren. Und das Beste ist: Wir können diesen Vorgang sogar selbst herbeiführen und steuern. Zum Beispiel mit Lachyoga – einer Methode, die auf Ausatmen basiert.

Absichtlich: lachen mit Atem-Übungen

Wusstest du, dass beim Lachen viel mehr alte Luft entweichen kann, als beim normalen Ausatmen? Und dass sich beim anschließenden tiefen Einatmen deine Lungen mit mehr frischem Sauerstoff füllen? Aber das ist noch lange nicht alles, was Lachyoga in puncto Atem zu bieten hat.

Denn die stimulierenden Lach-Körperübungen wechseln sich regelmäßig mit ausgleichenden Atem-Übungen ab. Tiefes Einatmen durch die Nase wird gefolgt von doppelt so langer Ausatmung durch den Mund. So kommt dein Körper in einen Flow aus freudvoller Anspannung und beruhigender Entspannung – was unter anderem auch den Blutdruck senkt.

Abschließend: tiefe Entspannung mit Wirkung

Der Wechsel von Anspannung und Entspannung findet mehrmals während des Lachyogas statt. Wenn es Zeit und Gegebenheiten zulassen, ist eine geführte Tiefen-Entspannung die Kirsche auf dem Sahnehäubchen einer Lachyoga-Session. Sie wird durch bewusstes Atmen eingeleitet, dauert 10 bis 30 Minuten und führt zu noch mehr Gelöstheit, Gelassenheit und innerer Ruhe.

Diese Einheit ist ein weiteres Puzzlestück, mit dem du nicht nur die erste, sondern auch noch eine weitere deiner 4 Säulen der Gesundheit – nämlich den Schlaf – nachhaltig stärken kannst.

2. Säule: Bewegung

Bewegung mit Lachyoga stärkt die 4 Säulen der Gesundheit

„Wer rastet, der rostet“ – dieses Sprichwort bringt auf den Punkt, wie Bewegung mit körperlicher, psychischer und mentaler Gesundheit zusammenhängt. Rosten bedeutet hier vor allem Abbau, Destabilisierung, Anfälligkeit.

„Sich regen bringt Segen“ fasst zusammen, dass regelmäßige Bewegung das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem sowie unsere Muskulatur stärkt, den Stoffwechsel anregt und positive Auswirkungen auf Hormonhaushalt und Nevensystem hat.

Welche Art von Bewegung jemand bevorzugt, ist individuell. Die einen lieben es, im Park zu joggen, andere fahren Fahrrad, gehen schwimmen oder spazieren.
Viele Menschen haben jedoch Schwierigkeiten, sich aufzuraffen, weil ihnen die Aktivitäten auf Dauer zu monoton erscheinen, weil die Gesellschaft von anderen dabei fehlt oder sie so eingerostet sind, dass jede Bewegung ihnen zu viel ist.

Geht es dir ähnlich? Oder suchst du nach einer Ergänzung zu deinem üblichen Bewegungsprogramm? Dann kann Lachyoga ein unkomplizierter Zugang zu Bewegung für dich sein, um die zweite der 4 Säulen der Gesundheit zu stärken.

Mit Lachyoga leicht und voller Freude in Bewegung kommen

Lachyoga ist eine Ganzkörperübung. Neben dem gezielt herbeigeführten Lachen gibt es eine Menge Elemente, die dir während des Lachyogas die Tür zu mehr Bewegung öffnen:

  • Klatschübungen, während denen sich die Gruppe frei im Raum bewegt, bringen sanfte Aktivierung und Lockerung.
  • Viele Lachübungen basieren auf dem Prinzip „Arme heben / Arme senken“.
  • Bei den Lachübungen bewegt man sich auf der Stelle bzw. im Raum. Diese körperliche Bewegung regen das Herz-Kreislauf-System an.
  • Lachen und Bewegung unterstützen und fördern sich wechselseitig:
  • Die Bewegungen ermöglichen es, länger und anhaltender zu lachen.
  • Während man lacht, fallen die jeweiligen Bewegungen leichter.
  • Lachyoga ist geeignet für jedes Fitness-Level und die meisten körperlichen Zustände. Sämtliche Bewegungen sind individuell anpassbar an die eigenen Voraussetzungen und Möglichkeiten.

3. Säule: Ernährung

Lachyoga Berlin mit Stephanie Esser stärkt deine 4 Säulen der Gesundheit

Zu viel Fett, zu viel Zucker – zu viel von allem. Eine ausgewogene Ernährung ist die nächste der 4 Säulen der Gesundheit. Doch obwohl wir eigentlich wissen, wie wir uns ernähren müssten, rutschen wir immer wieder ab in emotionales oder in Stress-Essen.

Bei tiefliegenden psychischen Gründen ist es ratsam, sich professionelle Hilfe an die Seite zu holen. In den meisten anderen Fällen (und auch ergänzend zu einer Therapie) können wir mit gezieltem Lachen aktiv zu einem ausgewogenen Gleichgewicht von Appetit, Hunger und Sättigung beitragen. Entscheidend sind hier die Hormone Ghrelin und Leptin.

Löst deinen Hunger aus: Ghrelin

Wenn alles gut läuft, signalisiert uns ein Anstieg des Hormons Ghrelin, dass es Zeit für eine Mahlzeit ist. Wir bekommen Hunger. Nach dem Essen sinkt der Spiegel wieder und wir fühlen uns satt.

Es gibt jedoch Faktoren, die den Ghrelin-Spiegel künstlich erhöhen können, darunter chronischer Stress, Depressionen, wenig Schlaf, wenig Bewegung und emotionale Instabilität. Der (emotionale) Appetit bleibt groß, ein Sättigungsgefühl bleibt weitestgehend aus.

Sagt dir, dass du satt bist: Leptin

Leptin wird hauptsächlich durch Fettzellen gebildet. Das Signal dieses Hormons lautet: „Hungergefühl reduzieren“. Wenn es zu einer sogenannten Leptin-Resistenz kommt, reagiert der Körper nicht auf dieses Signal. Das Sättigungsgefühl bleibt aus.

Verursacht wird diese Resistenz vor allem durch chronischen Stress. Aber auch Depressionen, wenig Schlaf, wenig Bewegung und emotionales Essen können die Empfindlichkeit für dieses Hormon beeinträchtigen. Dann essen wir von allem – besonders den ungesunden Lebensmitteln – viel zu viel.

Hilft dir dabei, die Balance wiederherzustellen: Lachyoga

Ein erhöhter Ghrelin-Spiegel und eine niedrige Leptin-Empfindlichkeit bereiten den Weg zu Heißhunger, übermäßigem Essen und auf Dauer zu einer ungesunden Ernährungsweise.
Wie kann Lachyoga dir nun dabei helfen, das Gleichgewicht der beiden Hormone wiederherzustellen?

  • Lachyoga reduziert inneren und äußeren Stress, der einer der stärksten Auslöser des Ungleichgewichts ist.
  • Lach- und Atemübungen senken den Cortisolspiegel und aktivieren den Teil des Nevensystems, der für Ruhe und Ausgeglichenheit zuständig ist.
  • Daneben werden beim Lachen u.a. die Glückshormone Serotonin und Dopamin ausgeschüttet.
  • Je stabiler und emotional sicherer sich dein Gehirn fühlt, desto besser können die für Sättigung zuständigen Leptin-Signale empfangen werden. Gleichzeitig sinkt der Ghrelin-Spiegel, der uns zum Essen anregt.

Dr. Madan Kataria, der Begründer des Lachyogas, fasst zusammen:

„Wenn Freude zunimmt, normalisiert sich das Hungergefühl.
Wenn Stress abnimmt, kehrt das Sättigungsgefühl zurück.“

→ Ausführliche Infos zu den vielfältigen Effekten von Lachyoga findest du in dem Beitrag Was ist Lachyoga und wie wirkt es auf Körper, Geist und Seele?

4. Säule: Schlaf

Besser schlafen mit Lachyoga stärkt die 4 Säulen der Gesundheit

„Kann es sein, dass man durch Lachyoga besser schläft?“, fragte mich eine Lachyoga-Teilnehmerin ein paar Tage nach der ersten Lach-Session ihres Lebens. Sie war an dem Abend ungewöhnlich entspannt müde geworden, ins Bett gegangen und am nächsten Tag frisch und erholt aufgestanden.

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Immanuel Kant

Tatsächlich werden durch die verschiedenen Komponenten des Lachyogas Prozesse in Gang gesetzt, die sich positiv auf einen gesunden Schlaf – die letzte der 4 Säulen der Gesundheit – auswirken:

  • Chronischer Stress, Belastung, Sorgen und Druck aktivieren dauerhaft den Sympathikus. Dieser Teil des Nevensystems stellt uns Energie, Muskelkraft und Leistungsbereitschaft zur Verfügung, wenn wir sie brauchen. Hört die Alarmbereitschaft des Körpers jedoch nicht auf, folgen Verspannung, innere Unruhe, Erschöfpung und gestörter Schlaf
  • → Lachyoga unterbricht diesen inneren Alarm-Modus. Regelmäßige Praxis stärkt den Parasympathikus, der für Ruhe, Regeneration und Heilungsprozesse zuständig ist.
  • Lachen bewirkt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin, das eine Vorstufe des Schlafhormons Melatonin ist.
  • Der regelmäßige Wechsel von Anspannung und Entspannung senkt Herzrate und Blutdruck.
  • Tiefes Einatmen gefolgt von noch tieferem Ausatmen beruhigt den Geist und fördert die körperliche Entspannung.

Dein Leben: Wie du die 4 Säulen der Gesundheit mit Freude stärkst

Mit Lachyoga deine 4 Säulen der Gesundheit stärken

Entspannung, Bewegung, Ernährung, Schlaf – jede einzelne der 4 Säulen der Gesundheit hat deine Aufmerksamkeit verdient und keine kann auf Dauer ohne die anderen tragfähig bleiben.
Ein ausgewogener Wechsel von Anspannung und Entspannung macht dich leistungs- und widerstandsfähig, er bringt deinen Geist zur Ruhe und lässt dich sowohl äußere als auch innere Herausforderungen gut bewältigen. Wer sich ausreichend bewegt und für physische und psychische Ruhezeiten sorgt, kann besser schlafen. Guter Schlaf hat Einfluss auf Ernährung und Gelassenheit und umgekehrt.

„Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“
Sebastian Kneipp

Lachyoga ist ein unkompliziertes, für alle persönlichen Fitness-Stufen und Lebenssituationen leicht umsetzbares Training, mit dem du deine 4 Säulen der Gesundheit wechselseitig stärken kannst. Darüber hinaus bekommst du die Möglichkeit, in der Gemeinschaft mit anderen Menschen Leichtigkeit, Freude und die stimmungsaufhellende Kraft des Lachens zu erleben.

Du möchtes Lachyoga in deinem Unternehmen zur Stärkung der 4 Säulen der Gesundheit deiner Mitarbeitenden einsetzen? Oder generell in der Betrieblichen Gesundheitsförderung? Dann findest du hier mehr Informationen: Lachyoga für Unternehmen

Möchtest du Lachyoga für dich selbst kennenlernen und damit etwas für deine 4 Säulen der Gesundheit tun? Dann besuche gern meinen Offenen Lachtreff in Berlin.

Offene Lachtreffs in ganz Deutschland findest du unter
lachclub.info/lachclubliste
lachyoga-sonne.de/praesenz-lachclubs

Stephanie Esser Lachyoga und Lebensfreude Berlin